Über Hedda Gabler. Brief an eine Schauspielerin

Hermann Bahr: Über Hedda Gabler. Brief an eine Schauspielerin. In: Eine deutsche Kunstspende. Unter dem Eindruck des Erdbebens von Sizilien und Kalabrien. Gesammelt durch Otto Julius Bierbaum, Felix Mottl, Franz von Stuck. Hg. Fritz Helmut Ehmcke. München: Georg Müller 1909, S. 130–133.

Verfasser:in Bahr, Hermann
Titel Über Hedda Gabler. Brief an eine Schauspielerin
Gesamttitel Eine deutsche Kunstspende. Unter dem Eindruck des Erdbebens von Sizilien und Kalabrien. Gesammelt durch Otto Julius Bierbaum, Felix Mottl, Franz von Stuck
Gesamtherausgeber:in Ehmcke, Fritz Helmut
Erschienen
  • München
  • Georg Müller
  • 1909
  • Seite 130–133
Allgemein

Die Entstehungsgeschichte der Titelauflage des Buches ist eigenwillig: 1909 als Hilfsaktion deutscher Künstler für die Opfer eines Erdbebens in Messina und Süditalien begonnen, deutet das Vorwort Bierbaums an, wieso es nicht in den Handel kam: Weil in Italien einerseits fahrlässig mit Spendengeld umgegangen würde, andererseits aber die italienischen Zeitungen der deutsche Hilfsbeiträge herunterspielten. Ein zweites Vorwort datiert 1910 und begründet die Verzögerung beim Erscheinen damit, dass Bierbaum über dem Buch gestorben sei. Nunmehr sei es zu spät für die Erdbebenopfer und würde für italienische Krankenhäuser eingesetzt. Es erscheint als Titelauflage 1916. Das neue Vorwort zeichnet nun ein Major Karl von Schintling. Diesmal soll es, in einer Verkehrung der ursprünglichen Intention den deutschen Opfern des ersten Weltkriegs helfen: »Und gerade die Hand, die wir damals in mitfühlender Freundschaft drückten, hat hinterrücks den Dolch gegen uns gezückt. Wäre der schmähliche Verrat nicht geschehen, so würde, menschlichem Ermessen nach, der Krieg längst beendet sein.« Deshalb: »den Autoren, die das Werk zustandegebracht, die gewiß gegen die geänderte Bestimmung nichts einzuwenden haben werden, sei der innigste Dank ausgesprochen. Daß auch Gabriele d’Annunzio und andere ›Engländer‹ in dem schönen Sammelbuch vertreten sind, soll uns die Freude daran nicht beeinträchtigen.«

Textanfang Zwei Welten, die wir sonst, in der Wirklichkeit, immer ineinander, durcheinander fließen sehen, stehen hier getrennt nebeneinander, gegeneinander.
Link TEXT
Schlagwörter Buch, Section