Für Karl May

Hermann Bahr: Für Karl May. In: Deutsche Montags-Zeitung, Jg. 3, Nr. 30, 22.7.1912, S. 2.

Verfasser:in Bahr, Hermann
Titel Für Karl May
Periodikum Deutsche Montags-Zeitung
Erschienen
  • 22.7.1912
  • Jahrgang 3
  • Nummer 30
  • Seite 2
Allgemein

Editorische Einleitung: »Der Mann ist tot. Die Feindschaft gegen ihn lebt weiter. Eben sind seine Memoiren erschienen – und schon pressen die Kritiker (unter denen sich ein dreister Plagiator findet) aus der bitteren Lebensbeichte des Alten neues Gift… Nicht immer haben die Tapferen den Mut, vor ihre ›Kritik‹ zu treten. Sie schätzen die Pseudonyme, sie lieben das Anonyme. Sie verdienens, daß man heute ein paar Zeugen für May in die Schranken treten läßt, die für einen Verfehmten die Courage des offenen Visiers haben. Man höre: es schrieben über Karl May:« Neben Bahr antworten Heinrich Mann, Roda-Roda, Maximilian Harden und Bertha von Suttner. Das »Neue Wiener Tagblatt« vom 2. April 1912 berichtet von einem Wien-Besuch Karl Mays am 22. März und von einer Umfrage, die der »Akademische Verband« gemacht habe. Die darin wiedergegebene Antwort Bahrs ist ident mit der hier veröffentlichten Umfrage. Vgl. Ekkehard Bartsch: Karl Mays Wiener Rede. Eine Dokumentation. In: Jahrbuch der Karl May-Gesellschaft, 1970, 47-80.

Volltext Wer so viel Hass, Neid, Verleumdung, Wut, Liebe, Bewunderung und Streit erntete wie Karl May, verdiente es schon um dieser Kraft willen, gehört zu werden. |
Schlagwörter Artikel in einem Periodikum, Umfrage